Neuer Vorstand, starkes Wachstum und voller Terminkalender: Verein blickt optimistisch ins Jahr 2026

Der Verein hat im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand gewählt und blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Gleichzeitig wurden zahlreiche Termine und Projekte für das laufende Jahr 2026 vorgestellt.

Neuer Vorstand

Der Verein wird künftig von folgendem Vorstandsteam geführt:

1. Vorsitzender: Michael Herbst

2. Vorsitzender: Lukas Jäger

  • Kassenwart: Christoph Schmidt

  • Schriftführerin: Alina Sittner

  • Sportwart: Leon Loos

  • Jugendwartin: Mareike Setzer

  • Pressewart: Harald Knapp

  • Beisitzer: David Heiligenthal, Malte Berghaus

Ausblick 2026: Volles Programm für Kinder, Jugendliche und Familien

Der 1. Vorsitzende Michael Herbst stellte einen umfangreichen Jahresplan für 2026 vor:

  • 08.03.2026: SV-Lehrgang als gemischter Kurs (bereits durchgeführt, sehr gute Resonanz bei 30 Teilnehmenden)

  • 26.03.2026: Eltern-Kind-Training mit rund 50 Teilnehmenden

  • 14.–17.05.2026: Judofreizeit als Zeltfreizeit auf dem Campingplatz in Hirschhorn (Christi Himmelfahrt)

  • 21.06.2026: Judosafari

    • wahlweise auf dem Schulhof oder Sportplatz in Wahlen

  • 23.08.2026: Gummibärchen-Cup in Wahlen

    • Turnier für Wettkampfeinsteigerinnen und -einsteiger

  • November 2026: „Tag des Judo“ an der Grundschule in Wahlen

  • 17.12.2026: Jahresabschlussfeier

Mitgliederentwicklung: Stetiges Wachstum

Zum 01.01.2026 verzeichnet der Verein 116 Mitglieder und setzt damit den positiven Trend der letzten Jahre fort:

  • 2023: 103 Mitglieder

  • 2024: 112 Mitglieder

  • 2025: 112 Mitglieder

  • 2026: 116 Mitglieder

Sowohl im aktiven als auch im passiven Bereich ist ein stabiles Wachstum zu beobachten.

Prüfungen: Erfolgreich nach neuer DJB-Prüfungsordnung

Im Jahr 2025 wurden zwei Kyu-Prüfungen – wie gewohnt vor den Sommerferien und vor der Weihnachtspause – durchgeführt.

  • Erstmalige Durchführung nach der neuen Prüfungsordnung des Deutschen Judo-Bundes (DJB)

  • Insgesamt 35 Prüflinge haben erfolgreich teilgenommen und bestanden

Turniere und neue Wettkampfformate

Mit den Kindern wurden 2025 folgende Maßnahmen besucht bzw. durchgeführt:

  • Rimbach-Pokal: 2 Teilnehmende

  • Drachenturnier in Lindenfels: 5 Teilnehmende

  • Vereinsmeisterschaft Ende November mit sehr guter Resonanz bei den Eltern

Neu eingeführt wurde das Format der „Monats-Randoris“:

  • Einmal im Monat findet anstelle des regulären Trainings ein „Mini-Turnier“ statt

  • Die Judoka sammeln Punkte für eine vereinsinterne Rangliste

  • Ziel ist die spielerische Heranführung an den Wettkampf und regelmäßige Vergleichsmöglichkeiten

Aus- und Fortbildung der Trainer: Qualität weiter gesteigert

Die Qualifikation des Trainerteams wurde 2025 deutlich gestärkt:

  • Trainerassistentenausbildung HJV

    • Johanna Schumacher und Bianca Huber haben in den Herbstferien erfolgreich die Trainerassistentenausbildung des HJV abgeschlossen

    • Beide unterstützen seither aktiv das Training

  • Kyu-Prüfer-Lizenz

    • David Heiligenthal und Lukas Jäger haben den Kyu-Prüfer-Lizenzlehrgang besucht

    • Sie stehen dem Verein nun als zusätzliche Kyu-Prüfer zur Verfügung und entlasten das bisherige Prüferteam

  • Fortbildung

    • Drei Trainer nahmen vom 03.–05.10. an einer internationalen Judo-Fortbildung in Tübingen teil

    • Die dort gewonnenen Impulse fließen kontinuierlich in die Trainingsgestaltung ein

Aktionen und Veranstaltungen 2025: Mehr als nur Training

Auch neben dem regulären Trainingsbetrieb war der Verein sehr aktiv:

  • Selbstverteidigungslehrgang für Frauen

  • Judofreizeit

  • Judo-Safari mit Sommerfest

  • „Tag des Judo“ an der Ulfenbachtal-Schule (Klassen 1–3) zur Vorstellung des Judosports und Mitgliederwerbung

  • Jahresabschlussfeier

Trainingssituation: Hohe Beteiligung, besonders bei Kindern

Die Trainingsbeteiligung ist insgesamt sehr hoch, vor allem im Kinderbereich:

  • „Bärlis“ (jüngste Gruppe)

    • Training ist „aus allen Nähten geplatzt“

    • Aufgrund der großen Nachfrage herrscht vorübergehend Aufnahmestopp, bis nach den Osterferien Kinder in die Anfängergruppe wechseln

  • Anfängertraining (montags und donnerstags)

    • Durchgängig gut besucht

    • Sichert den regelmäßigen Zulauf in die Fortgeschrittenengruppe

  • Fortgeschrittenen-Training

    • Deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr

    • Inzwischen auch donnerstags konstant hohe Beteiligung

    • Qualitativ hochwertiges Training mit ausreichend Partnerwechseln und Randori-Möglichkeiten ist gewährleistet

Kindeswohl im Fokus: Schutzkonzept konsequent umgesetzt

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat im Verein oberste Priorität. Kindeswohl bedeutet insbesondere Schutz vor Vernachlässigung, seelischer und körperlicher Misshandlung sowie vor sexualisierter Gewalt. Im Berichtszeitraum wurden wichtige Bausteine eines Schutzkonzepts umgesetzt:

Ansprechpersonen Kindeswohl

  • Zur Vereinsverantwortlichen für das Thema „Kindeswohl“ wurde vom Vorstand ernannt:

    • Alina Sittner

  • Weitere Ansprechpersonen:

    • Anke Schmitt

    • Marius Rataj

Diese Personen stehen Kindern und Eltern als vertrauliche Ansprechpartner zur Verfügung.

Führungszeugnisse

  • Von allen Trainern und Übungsleitern wurde Einsicht in ein erweitertes Führungszeugnis genommen.

Verhaltenskodex

  • Alle Trainer haben den Ehrenkodex des DJB unterzeichnet.

  • Dieser regelt das erwartete Verhalten im Umgang mit Kindern und Jugendlichen und bildet eine verbindliche Grundlage für die tägliche Arbeit.

Digitaler Judopass: Umstellung abgeschlossen

Die Einführung des „Digitalen Judopasses“ ist vollständig abgeschlossen:

  • Alle bisherigen Papierpässe wurden digitalisiert

  • Der Verein arbeitet nun vollständig mit dem digitalen System

Fazit: Erfolgreiches Jahr und positiver Ausblick

Der Verein blickt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2025 zurück und startet mit einem engagierten neuen Vorstand in das Jahr 2026.

Fachkompetenz, Leidenschaft und neue Impulse auf der Matte

19. Internationale Tübinger Judo-Fortbildung vereint hochkarätige Referenten und moderne Trainingsansätze

Drei Tage voller fachlicher Impulse, intensiven Trainings und kollegialen Austauschs: Die 19. Internationale Tübinger Judo-Fortbildung bietet Trainerinnen und Trainern erneut eine anspruchsvolle Plattform, um ihr Wissen zu vertiefen, neue Perspektiven kennenzulernen und aktuelle Entwicklungen im Judosport in die eigene Trainingspraxis zu übertragen. Die traditionelle Fortbildungsveranstaltung des Deutschen Judo-Bundes (DJB) verbindet dabei die Verlängerung von Trainerlizenzen mit einem vielseitigen Programm, das sportwissenschaftliche Erkenntnisse, technische Expertise und pädagogische Kompetenz miteinander vereint.

Mit rund 25 bis 30 Lehrgangseinheiten richtet sich die Fortbildung an Trainerinnen und Trainer der Lizenzstufen A, B und C. Ergänzt wird das Programm durch das DJB-Schulsport-Forum, das insbesondere die Vermittlung des Judosports im schulischen Umfeld in den Blick nimmt. Die Veranstaltung deckt ein breites Themenspektrum ab: von Wettkampf und Technik über Didaktik und Methodik bis hin zu Kata, Fitness, Sportmedizin, japanischer Kultur und kampfsportsoziologischen Fragestellungen.

Internationale Expertise trifft auf praktische Trainingsarbeit

Zu den herausragenden Referenten zählt Luciano Correa, der 2007 den Weltmeistertitel im Judo gewann, heute als Spitzentrainer in Potsdam tätig ist und 2025 vom Deutschen Judo-Bund als Trainer des Jahres ausgezeichnet wurde. Seine Erfahrung aus dem internationalen Spitzensport eröffnet wertvolle Einblicke in die Anforderungen des modernen Wettkampfjudos und die systematische Entwicklung leistungsfähiger Athletinnen und Athleten.

Im Mittelpunkt der praktischen Einheiten stehen unter anderem Stand- und Bodentechniken sowie deren gezielte Anwendung im Wettkampf. Dabei geht es nicht allein um die technisch korrekte Ausführung einzelner Bewegungsabläufe. Ebenso entscheidend sind das Verständnis der verschiedenen Wurfphasen, das Erkennen gegnerischer Reaktionen und die Fähigkeit, technische Lösungen taktisch sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Die Verbindung von Theorie und Praxis schafft damit eine Grundlage, um Trainingsinhalte differenziert zu vermitteln und die Leistungsentwicklung der eigenen Judoka gezielt zu fördern.

Neben der wettkampforientierten Ausbildung nimmt die methodisch-didaktische Gestaltung des Trainings einen wichtigen Stellenwert ein. Denn erfolgreiche Trainerarbeit erschöpft sich nicht in der Beherrschung technischer Fertigkeiten. Sie verlangt ebenso die Fähigkeit, Inhalte verständlich aufzubereiten, unterschiedliche Leistungsniveaus zu berücksichtigen und Sportlerinnen und Sportler langfristig zu motivieren. Der Austausch mit erfahrenen Referenten und anderen Trainierenden bietet hierfür wertvolle Anregungen.

Taping als Beitrag zu Prävention und Betreuung

Ein weiterer praxisnaher Schwerpunkt ist das Taping im Judo. Gerade in einer Sportart, die durch dynamische Bewegungen, hohe körperliche Belastungen und intensive Zweikampfsituationen geprägt ist, kommt der verantwortungsvollen Betreuung der Athletinnen und Athleten besondere Bedeutung zu.

Im Rahmen der Fortbildung werden unterschiedliche Tape-Anwendungen vorgestellt und praktisch erprobt. Dabei geht es um mögliche Einsatzbereiche bei muskulären Verspannungen, Sehnenbeschwerden und Verstauchungen sowie um die fachgerechte Anwendung verschiedener Taping-Techniken. Die Teilnehmenden erhalten dadurch zusätzliche Kenntnisse, um Beschwerden besser einzuordnen und ihre Sportler im Trainingsalltag angemessen zu unterstützen.

Taping kann dabei eine ergänzende Maßnahme sein, ersetzt jedoch weder eine medizinische Diagnose noch eine erforderliche Behandlung. Umso wichtiger ist es, die Möglichkeiten und Grenzen solcher Anwendungen zu kennen und gesundheitliche Probleme verantwortungsbewusst zu beurteilen.

Weiterbildung als Grundlage nachhaltiger Trainerqualität

Die Tübinger Fortbildung verdeutlicht, wie vielfältig die Anforderungen an eine zeitgemäße Trainerausbildung geworden sind. Neben technischem und taktischem Fachwissen gewinnen sportmedizinische Kenntnisse, moderne Trainingsmethoden und pädagogische Fähigkeiten zunehmend an Bedeutung. Zugleich eröffnet die Auseinandersetzung mit der japanischen Kultur und der Soziologie des Kampfsports einen erweiterten Blick auf die Werte, Traditionen und gesellschaftlichen Zusammenhänge des Judo.

Auch der persönliche Austausch kommt während der drei Veranstaltungstage nicht zu kurz. Gespräche auf und neben der Matte, gemeinsame praktische Erfahrungen und die Freude am Sport schaffen ein Umfeld, in dem fachliche Weiterentwicklung und Gemeinschaft gleichermaßen ihren Platz finden.

Die Fortbildung wird vom Deutschen Judo-Bund zur Verlängerung der Trainerlizenzen A, B und C in den Bereichen Breiten- und Wettkampfsport anerkannt. Damit verbindet sie einen konkreten organisatorischen Nutzen mit einem inhaltlichen Anspruch, der weit über die formale Lizenzverlängerung hinausgeht.

Die 19. Internationale Tübinger Judo-Fortbildung steht somit beispielhaft für eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung im Judosport: Sie bringt erfahrene Fachleute und engagierte Trainer zusammen, fördert den Wissenstransfer und liefert neue Impulse für die tägliche Arbeit im Verein. Denn die Qualität des Judosports entscheidet sich nicht allein auf der Wettkampfmatte, sondern ebenso dort, wo Trainerinnen und Trainer ihr Wissen weitergeben, Talente entwickeln und Menschen nachhaltig für diese vielseitige Sportart begeistern.

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