Abenteuer zwischen Regenwolken und Lagerfeuerfunken – Judofreizeit des Judo-Club Überwald
Mit prall gefüllten Rucksäcken, Schlafsack, Isomatte und „überlebenswichtigen“ Naschvorräten wie Gummibären, Keksen und Kaugummis trafen die Kinder des Judo-Club Überwald 1974 e.V. an der Grundschule Wahlen ein. Kaum waren alle Rucksäcke im Transporter verstaut, begann die dreitägige Judofreizeit mit dem Ziel: Odenwald Camping Park bei Hirschhorn.
Schon auf der Hinfahrt zeigte sich, dass das Wetter den Judokas nicht ganz wohlgesonnen war – immer wieder sorgten Regenschauer für nasse Straßen und grauen Himmel. Zumindest beim Zeltaufbau blieb es jedoch trocken. Zwei Mannschaftszelte und ein Küchenzelt mussten entladen und aufgebaut werden. Mit großem Eifer packten die Kinder mit an: Es wurden Gestänge getragen, Zeltplanen gezogen, Seitenteile ausgebreitet und befestigt und zum Schluss die Bodenplanen eingelegt. Nachdem das kleine Zeltlager stand, richteten alle ihre Schlafplätze ein und machten sich anschließend neugierig auf, um den Campingplatz zu erkunden.
Nach dem Abendessen startete direkt das erste Highlight: eine Nachtwanderung. Auf verschlungenen Wegen ging es bergauf und bergab durch den dichten Wald oberhalb des Campingplatzes. Ausgerüstet mit Taschenlampen stapften die jungen Judokas durch die Dunkelheit, lauschten den Geräuschen des Waldes und genossen die besondere Stimmung der nächtlichen Natur.
Am nächsten Tag stand der Besuch des Freizeitbades Bellamar in Schwetzingen auf dem Programm. Dort konnten sich die Wasserratten unter den Judokas so richtig austoben. Rutschen, Springen, Schwimmen – die Kinder nutzten die Zeit im Wasser intensiv und hatten sichtlich Spaß, zumal das Hallenbad eine willkommene Abwechslung zum eher nasskalten Campingwetter bot.
Der Samstag stand ganz im Zeichen des Themas „Survival“. Nach einer Einführung, was Überleben in der Natur bedeutet, welche grundlegenden Bedürfnisse der Mensch hat und welche Gegenstände in Notsituationen hilfreich sein können, ging es in Kleingruppen rund um den Campingplatz und hinein in den Wald. An verschiedenen Stationen, die die Betreuer vorbereitet hatten, konnten die Kinder praktische Fertigkeiten erlernen und ausprobieren.
Besonders spannend war das Feuermachen mit im Wald gesammeltem Zunder wie Birkenrinde und Kienspan. Mithilfe von Feuerstahl sowie weiterer Outdoor-Hilfsmittel wie wasserfesten Streichhölzern, Zunderschnüren, Magnesium und Feuerstein übten die Kinder das Entzünden eines Feuers. Außerdem lernten sie, Himmelsrichtung und Uhrzeit anhand der Sonne und ihres Standes abzuschätzen. Wie man mit einer einfachen Stecknadel und Wasser einen Kompass herstellen kann, wurde anschaulich demonstriert und von den Kindern selbst ausprobiert. Ein weiterer Programmpunkt war der Bau eines einfachen Wasserfilters aus Kohle, Steinen, grobem und feinem Sand sowie einem Kaffeefilter – eine eindrucksvolle Übung, um zu verstehen, wie man Wasser in Notsituationen reinigen kann.
Nach einem gemütlichen Frühstück am letzten Tag hieß es wieder: packen. Schlafsäcke wurden eingerollt, Isomatten zusammengelegt und die Zelte zurückgebaut. Als schließlich alles verstaut war, trat die Gruppe die Heimreise an. Trotz des durchwachsenen, oft regnerischen Wetters blicken alle Beteiligten auf eine gelungene Freizeit zurück, die dank der guten Organisation den Teilnehmern viel Spaß bereitete und ihnen zugleich neues Wissen und wertvolle Erfahrungen in der Natur vermittelte.
Ein besonderer Dank gilt dem Malerbetrieb Jäger für das Bereitstellen des Pritschenwagens, der den Transport von Material und Gepäck erheblich erleichterte und damit zum Gelingen dieser Judofreizeit beigetragen hat.




